OPs überstanden
Für gestern morgen hatten wir den Termin zur Kastration von Lili und Brüno ausgemacht. Am Abend vorher haben sie überhaupt nicht eingesehen, weshalb es nichts mehr zu essen gab und sind die ganze Zeit durch die Gegend geturnt, anstatt zu schlafen, oder haben nebeneinander vor ihrem leeren Futterplatz gesessen und uns angestarrt. Als es dann am nächsten Morgen immer noch nichts gab und sie auch nicht raus durften, haben sie wohl die Welt nicht mehr verstanden. Der trübe Novembermorgen bot dann die geeignete Atmosphäre dazu, sie sie maunzend und klagend zur Tierärztin zu schaffen (also die beiden haben gemaunzt und geklagt, nicht ich – ich höchstens lautlos…). Nachmittags konnte ich sie wieder abholen. Brüno miaute gleich los, als er mich hörte, Lili hat kaum ihre Augen aufgekriegt. Als wir zuhause ankamen, war Brüno relativ fit, zumindest konnte er schon wieder geradeaus laufen. Lili machte ein paar Schritte aus der Transportbox und fiel aber gleich wieder um, so dass ich sie in eine Decke gepackt und aufs Sofa gelegt habe, dort hat sie bis abends geschlafen. Sie muss jetzt so einen Trichter tragen, damit sie sich nicht die Fäden zieht. Das gefällt ihr natürlich überhaupt nicht, anfangs war sie richtig panisch und ist nur rückwärts gelaufen. Vielleicht hätten wir besser rechtzeitig so was bestellen sollen
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Heute sind sie natürlich immer noch nicht richtig fit und schlafen viel, aber in den wachen Phasen kloppen sie sich schon wieder ein bißchen. Und Lili hat es schon zwei mal geschafft, den Trichter abzumachen. Der Trichter war anfangs viel zu groß, deshalb hat Leo vorne einen Streifen abgeschnitten und die Schnittkante mit Tesafilm überklebt. Jetzt geht es so einigermaßen, sie kann zumindest problemlos damit fressen. Das erste Futter heute morgen haben sie übrigens gierig verschlungen, kein Wunder nach 38 Stunden ohne Essen.
Besserung
Lili und Brüno ist kaum noch etwas anzumerken von den Operationen. Brüno sowieso nicht, er war ja schon am letzten Wochenende wieder recht fit.
Lili musste die letzten drei Tage morgens und abends Antibiotika bekommen. Ich habe eine ziemlich geniale Art gefunden, die Tabletten in sie hinein zu bekommen: Mit dem Messer einen kleinen Schlitz in eines dieser Katzenwürstchen ritzen, Tablette reinstopfen und ab damit in die Katze. Lili und Brüno sind ziemlich verrückt nach diesen Würstchen, so dass die Erfolgsgarantie bei dieser Methode recht hoch ist.
Lilis Bauch sieht gut aus. Sie lässt sich momentan sehr gerne den Bauch kraulen, vermutlich juckt es dort und sie kommt ja selber mit dem blöden Trichter nicht dran. Auch Ohren-kraulen und unter-dem-Halsband-kraulen ist sehr beliebt, davon kriegt sie kaum genug und schnurrt in voller Lautstärke.
Als wir gestern abend nach Hause kamen, hatte sie sich in der Zwischenzeit den Trichter entfernt und fühlte sich sichtlich wohl. Wir haben ihn ihr dann auch erst wieder umgeschnallt, als wir ins Bett gingen. Es wäre halt blöd, wenn sie sich selbst die Nähte aufreißt – dann lieber noch ein paar Tage mit Trichter.
Und als wäre sie nicht schon genug geplagt mit dem blöden Trichter, habe ich sie in der vorletzten Nacht in der Küche eingesperrt – natürlich unbeabsichtigt. Brüno hätte vermutlich so viel Theater gemacht, bis wir ihn gehört hätten, aber Lili schreit ja nicht so laut. Daher fiel es erst auf, als Leo morgens in die Küche ging und Lili wie ein geölter Blitz an ihm vorbei zum Klo stürzte. Sie hat während der Nacht keinen größeren Unsinn angestellt in der Küche, auch die Essensreste, die dort standen, hat sie kaum angerührt – Rosenkohl scheint sie nicht zu mögen.
Fäden gezogen
Gestern morgen hatte Lili den Termin zum Ziehen der Fäden. Den Trichter hatte sie seit Freitag abend doch nicht mehr um – sie hatte den ganzen Abend lang die OP-Nähte nicht angerührt, da habe ich es dann gewagt, ihr den Trichter nicht mehr umzuschnallen.
Als ich mit ihr zur Tierärztin fahren wollte, musste ich feststellen, dass nachts irgendwelche Idioten die Beifahrerscheibe von unserem Auto eingeschlagen hatten, daher bin ich zu Fuß gegangen. Es ist zwar nicht weit bis zur Tierärztin, also auf jeden Fall ökologisch wertvoller, zu Fuß zu gehen, aber der Transportkorb ist schon etwas unhandlich zu tragen, vor allem, wenn Lili herumzappelt. Außerdem war es ziemlich aufregend für Lili, die ganzen Geräusche (vorbeifahrende Autos, Presslufthammer an einer Baustelle, etc.) aus nächster Nähe mitzubekommen. Sie saß dann sichtlich verschreckt mit klopfenem Herzen auf dem Untersuchungstisch. Das Ziehen der Fäden ging relativ schnell und problemlos, und wir konnten nach ein paar Minuten wieder nach Hause gehen.
Anschließend durften die beiden auch endlich wieder nach draußen. Brüno hätte zwar schon vorher gedurft, wir haben ihn aber nicht gelassen. Wenn Lili schon nicht raus durfte, musste er halt auch drinnen bleiben. Mitgefangen, mitgehangen – sozusagen.
Wenn nun nichts außergewöhnliches passiert, brauchen wir erst wieder in knapp einem Jahr zur nächsten Impfung zur Tierärztin. Also hoffen wir mal, dass nichts außergewöhnliches passiert.
Umgeräumt
Rechts neben meiner Computertastatur und Maus hat sich immer allerlei (unnützes) Zeug angesammelt. Genau dieser Ort wird von Brüno gerne als Sitzplatz benutzt, vorzugsweise sitzt er direkt auf der Maus. Da es ist ziemlich unpraktisch ist, eine Computermaus unter dem Bauch einer Katze zu bedienen, habe ich das nun mal zum Anlass genommen, die Gerümpelecke aufzuräumen. Statt des Gerümpels liegt jetzt ein Kissen auf dem Platz, welches von Brüno auch gerne zum Draufsitzen oder -liegen benutzt wird. Lili hat es zwar auch schon ausprobiert, sie liegt aber lieber auf dem Schoß.
Ein Film!
Hier kommt der erste Lili-&-Brüno-Film!
Typische Situation, erst sieht es total goldig und harmonisch aus, dann geht’s rund und endet so, wie es immer endet:
Gleich fällt mein Fuß ab
Wenn Lili und Brüno morgens nach dem ersten Ausflug nach Hause kommen, müssen sie erst mal eine Runde schlafen. Meist diene ich dann einem von beiden als willkommene Schlafunterlage. Heute haben sich ausnahmsweise beide auf mir niedergelassen, und Lili liegt halb auf meinem Fuß, der mittlerweile total eingeschlafen ist und vermutlich gleich abfallen wird. Zumindest fühlt er sich so an.
Außerdem hat Brüno mir heute morgen als Überraschung eine nicht mehr lebende Maus mitgebracht. Foto folgt später, da der Fotoapparat, auf dem das Foto ist, grad nicht greifbar ist – und schlafende Katzen auf dem Schoß soll man ja nicht wecken…
Brünos Maus
Das ist die Maus, die Brüno gestern mitgebracht hat. Ich vermute, dass er sie gegessen hat, da er den Rest des Tages kaum irgendwelches Futter wollte. (Was bei dem kleinen Freßsack schon sehr ungewöhnlich ist.) Also entweder war sie so nahrhaft, oder ihm war übel…
Ein Nachtrag noch zu dem Video von neulich: Ich habe gesehen, dass Links zu anderen Videos eingeblendet werden, wenn man den Film bis zu Ende geschaut hat. Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Die in den anderen Videos gezeigten Katzen, vor allem diese kugelige Katze, die so dick ist, dass sie kaum mit den Füßen auf den Boden kommt, haben nichts mit uns zu tun. Gar nichts!